| Lärmentwicklung
in Hennef Heisterschoß Vor dem 25.3.1999 war Fluglärm
kaum ein Thema in Hennef
Heisterschoß.
Es flogen vereinzelt
Flugzeuge über den Ort.
Am 25.3.1999 flogen die
Flugzeuge der SIGEN/GMH-Route und
der DOM-Route erstmals
durch NESS gebündelt über
Hennef-Heisterschoß.
Detailinformationen
über Routenbündelung und Verschiebung
Schlagartig fühlten
sich viele Bürger derart vom Lärm
belästigt,daß sie eine
Bürgerinitiative gründeten, die am
21.4.1999 erstmals
zusammenkam.Eine der ersten Aktivitäten
der Bürgerinitiative
war die Bekanntgabe der Gründung per
Flugblatt an alle
Heisterschoßer Bürger
und die Ankündigung
einer Unterschriftensammlung.941 Bürger
(76%)bekundeten kurz
danach ihre Solidarität mit der
Bürgerinitiative durch
ihre Unterschrift.
Betroffenheit:
 
Diese Bilder zeigen
die Überflüge von 4 Nächten (Stand Mitte
1999)über Hennef-Heisterschoß
(weißes Rechteck).
Bild links die DOM-Route
etwa 12 Starts/Nacht
Bild mitte die SIGEN/GMH-Route
etwa 36 Starts/Nacht
Bild rechts die NOR-Route
etwa 25 Starts/Nacht die abweichend
von dem Plot seit dem 12.8.1999
durch Routenkosmetik um etwa
2 km in Richtung
Heisterschoß verlegt wurde und damit lärmmäßig
mit 70 dB(A) gut
wahrnehmbar ist.
Damit überflogen jede
Nacht etwa 48 startende Flugzeuge
Hennef-Heisterschoß,vorwiegend
in der Zeit zwischen 2.30 und
5.00 Uhr teilweise im 2
Minutentakt.Inzwischen haben sich die
nächtlichen Überflüge
auf etwa 60 erhöht (Stand Januar 2001)
Durch das einmalige
Steigverhalten am Flughafen Köln/Bonn
(Startverfahren mit
Schubrücknahme) fliegen die Flugzeuge
der DOM und SIGN/GMH-Route
in einer Höhe zwischen 500 und
1000 m, wobei in der
Nacht, bedingt durch vollgeladene
Transportmaschinen, eher
der untere Wert die Regel ist. Dabei
werden Schallpegel von
max. 88, meist über 70 dB(A)erreicht.
Die in der folgenden
Grafik vom dargestellten Schallpegel
wurden bei gekipptem
Fenster direkt an der Öffnung gemessen.
Gemessen wurde in der
Nacht vom 17. zum 18.1.2001
(Gesamtereignisse 60 Überflüge
wobei 16 Flüge die 75 dB(A)
Marke überschritten).Jede
senkrechte Linie entspricht einem
Überflug.
In den meisten Nächten
werden mehr als 10 Lärmereignisse über
75 dB(A) außen gemessen.
Die Bürgerinitiative
ist nun ueber 4 Jahre tätig, viele
Mitstreiter haben
aufgegeben, neue sind hinzugekommen.
Bisher ist es nur
gelungen, an verschiedenen Stellen auf unsere
Lärmsituation
hinzuweisen. Der Fluglärm ist nicht weniger
geworden, er hat sich
sogar weiter verstärkt.
Wir werden weiter gegen
das feige Vorgehen von Politikern
kämpfen, die bisher mit
Erfolg den Lärm auf schmalen Bahnen
konzentriert haben, was
zwar eine große Wählerschaft vespricht,
die Menschen unter
diesen Routen jodoch rücksichtslos
körperlich und
finanziell schadet, was einen eindeutigen
Verstoß gegen das
Grundrecht (Art.2 Abs. 2 GG und Art. 14 GG)
darstellt. Was sagte der
ehemalige Ministerpräsident von NRW,
Herr Clement: "wem
es nicht gefällt, der kann ja gehen".
Die Forderungen/Ziele der Bürgerinitiative:
*
die sofortige Umsetzung des 22-Punkte-Katalogs
*
ein Nachtflugverbot zwischen 22 und 6 Uhr und einen
differenzierten Lärmschutz zwischen 20 und 22 Uhr
und zwischen 6 und 8 Uhr
*
keine Routenverschiebungen von Ortschaft zu
Ortschaft St.Florian-Prinzip) und damit die Forderung
nach der sofortigen Rückverlegung der DOM-Abflugroute
in Richtung Westen
*
keine Überflüge über die Wahnbachtalsperre
Trinkwasser-Reservoir für den Rhein-Sieg-Kreis)
*
keine NESS-Bündelung direkt über Ortschaften
*
die sofortige Einführung von Mindest-Steiggradienten
und damit die sofortige Unterbindung von Überflügen
unter 2000 m
*
die sofortige Einstellung aller Aktivitäten des
Flughafens Köln/Bonn,die eine Steigerung des
Flugaufkommens zum Ziel haben und die Einführung
einer Obergrenze der Flugbewegungen die erheblich
unter den Werten von 1999 liegen müssen
*
eine umweltgerechte Besteuerung von Flugbenzin
*
wirksame Gesetzgebung zum Schutz vor Fluglärm
Wir fordern Hennefer
Politiker auf, sich in Sachen
Fluglärm
mehr für ihre Bürger einzusetzen !
Es darf nicht wieder
vorkommen, daß
*
Hennefer Politiker vor den Wahlen Unterstützung
versprechen,die dann in keiner Weise eingehalten wird
*
der Hennefer Vertreter in der Fluglärmkommission dafür
stimmt,daß immer mehr Fluglärm nach Hennef verlegt wird
*
die Stadt Hennef über ihre Meßstelle eine
monatliche
Statistik abliefert, die aufzeigt, daß kaum über
Hennef
geflogen wird (durchschnittlich 2,3 Flüge/Nacht)
*
ein Lärmgutachten zu einer Zeit erstellt wird, zu der
wetterbedingt wenig über Hennef geflogen wird (TÜV
Gutachten vom 14.2.2000)
*
ein weiteres Gutachten erstellt wurde, das die
DOM-Routenverschiebung untersuchen sollte, wobei im
Ergebnis die daraus resultierende Doppelbelastung
von
Hennef-Heisterschoß nicht berücksichtigt wurde
*
Hennefer Politiker zulassen, daß andere
Ortschaften
ihren Flugmüll nach Hennef verlegen
(St. Florian-Prinzip), so geschehen am 25.3.1999 mit
der
DOM - Route und am 12.8.1999 mit der NOR Route
*
Hennefer Politiker immer wieder die
wirtschaftlichen
Gesichtspunkte vor den verfassungsmäß
garantierten
Schutz auf Leben,Unversehrtheit und Eigentum der Bürger
stellt
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